Trends
NutraFood Poland 2026: Gekommen, um zu wachsen
veröffentlicht am
4.05.2026Drei Tage Messe, viele Gespräche, ein klares Bild: Wer
wissen will, wohin sich der polnische Food-Markt entwickelt, musste in diesem
Frühjahr nicht lange suchen. Die NutraFood Poland 2026 hat gezeigt, dass sich
vieles bewegt – nur eben nicht gleichzeitig.
Während einige Themen bereits fest etabliert wirken, stehen
andere noch ganz am Anfang. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich aktuell
auch der Bedarf der Industrie. Für Erbacher Food Intelligence war es eine Messe
voller Fragen – und konkreter Antworten.
Zwischen Aufbruch und Orientierung
Polen folgt den großen Ernährungstrends Europas. Aber mit
Verzögerung.
Protein, funktionale Zutaten, individualisierte Ernährung –
alles da. Nur noch nicht flächendeckend.
„Die Trends sind vergleichbar mit Westeuropa – aber noch
nicht so weit entwickelt“, so Christoph Becker, Geschäftsführer von Erbacher
Food Intelligence.
Das klingt zunächst nach Rückstand. Tatsächlich ist es vor
allem eines: Timing. Denn genau in dieser frühen Phase entscheidet sich, welche
Produktlösungen sich durchsetzen – und wer als Partner wahrgenommen wird.
Was die Branche wirklich will
Aus den Gesprächen während der NutraFood 2026 geht klar
hervor: Es geht nicht mehr nur um knusprige Zutaten. Es geht um Funktionen. Um
Mehrwert. Und um klare Produktversprechen. Protein ist dabei gesetzt. Ob
Riegel, Schokolade oder Pulverlösungen – Protein steht im Mittelpunkt.
„Protein-Crispies und generell alles mit Proteinen waren
stark nachgefragt“, berichtet Monika Jezek, Produktmanagerin bei Erbacher Food Intelligence.
Doch das allein reicht vielen Lebensmittelproduzenten nicht
mehr. Der Trend geht weiter: Kombinationen. Protein plus Kollagen. Protein plus
Ballaststoffe. Protein plus funktionale Benefits.
„Ein häufiges Thema war die Möglichkeit, Kollagen zu integrieren – zum Beispiel aus Fisch. Generell ging es stark um funktionale Zutaten und zusätzliche Mehrwerte“, so Kajetan Bieszke, Key Account Manager von Erbacher Food Intelligence.
Was hier sichtbar wird, ist ein Markt, der sich vom reinen
„Ingredient Thinking“ löst – hin zu konkreten Produktkonzepten.
Snacks sind das neue Spielfeld
Besonders deutlich zeigt sich das im Snackbereich.
Hier bündelt sich aktuell die meiste Dynamik: Riegel,
Schokolade, funktionale Snacks – oft mit klarer Positionierung wie „High
Protein“, „No Added Sugar“ oder „Clean Label“.
„Das größte Interesse kam aus der Snack- und
Süßwarenindustrie – vor allem im Bereich gesunde Snacks und Supplements“, fasst
Kajetan Bieszke zusammen.
Andere Kategorien? Weniger Bewegung.
Panaden oder Fleischalternativen spielen aktuell eine kleinere Rolle – zumindest auf dieser Messe. Irrelevant sind sie dennoch nicht.
Panaden oder Fleischalternativen spielen aktuell eine kleinere Rolle – zumindest auf dieser Messe. Irrelevant sind sie dennoch nicht.
Klarer Vorteil: Maßgeschneiderte Produktlösungen
Ein häufiges Überraschungsmoment am Stand von Erbacher Food
Intelligence: Die Vielfalt der Möglichkeiten.
„Viele Besucher waren überrascht von der Individualität
unserer Produktlösungen und der technischen Möglichkeiten – vergleichbare
Anbieter gibt es im polnischen Markt kaum“, sagt Kajetan Bieszke. „Viele
Kontakte zeigten konkretes Interesse und haben unmittelbar Produktmuster
angefragt.“ Das zeigt deutlich: Individuelle, auf konkrete Anwendungen
zugeschnittene Produktlösungen treffen auch im polnischen Markt den Bedarf –
und werden mit zunehmender Marktreife weiter an Bedeutung gewinnen.
Fazit: Noch ist nichts entschieden
Die NutraFood Poland 2026 war keine Messe der fertigen
Antworten.
Aber eine der richtigen Fragen.
Wie entwickeln sich funktionale Lebensmittel im polnischen
Markt?
Welche Rolle spielen kombinierte Ingredients künftig?
Und wer schafft es, aus Trends echte Produkte zu machen?
Die Richtung ist klar: Protein bleibt. Funktionalität
wächst. Anwendungen werden konkreter.
Und für Erbacher Food Intelligence entsteht mit individueller, maßgeschneiderter
Produktentwicklung und Produktion genau dort die größte Chance:
nicht Trends zu bedienen – sondern sie gemeinsam mit Kunden in marktfähige
Lösungen zu übersetzen.
Oder, wie Christoph Becker es formuliert:
„Polen ist ein Markt mit starkem Entwicklungspotenzial – und wir bringen genau das richtige Angebot für die individuellen Bedürfnisse dieses Markts mit.“
„Polen ist ein Markt mit starkem Entwicklungspotenzial – und wir bringen genau das richtige Angebot für die individuellen Bedürfnisse dieses Markts mit.“